Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall früher und präziser bestimmen

Das Protein Chemerin könnte künftig vor Herzinfarkt und Schlaganfall warnen. Kardiovaskuläre Erkrankungen verändern die Lebensqualität und können die Lebenserwartung enorm senken. Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung aus Potsdam-Rehbrücke haben gute Nachrichten für Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten (Quelle: Journal of the American College of Cardiology).

Entdeckt wurde ein neues Protein namens Chemerin, mit dem es möglich ist, die Risiken für Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie kardiovaskuläre Erkrankungen besser einzuschätzen. Durch Chemerin sollen vollkommen neue Einblicke in teils unbekannte Mechanismen der Entstehung dieser Krankheit möglich sein.

zur Studie: www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5908253/

Risikoeinschätzung bei Herzinfarkt und Schlaganfall

Dr. Krasimira Aleksandrova leitet die Senior Scientist Group Ernährung, Immunität und Metabolismus. Sie versammelte um sich ein Team aus Wissenschaftlern und Forschern, um Chemerin als Botenstoff zu untersuchen. Bisher herrschte Unklarheit, wenn es um den Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Entzündungen im Körper ging.

Chemerin ist ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Alarmanlage des Körpers. Dieser Botenstoff wird in den Nieren, in der Leber, im Fettgewebe und im Pankreas gebildet.

Bedeutung von Chemerin Studie

Gegenstand für die Untersuchungen waren die Blutproben von insgesamt 2.500 Frauen und Männern. Dabei konnten die Forscher auf eine breite Datenanalyse der Potsdamer EPIC-Studie zurückgreifen, an der über 27.500 Studienteilnehmer teilnahmen.

Ausgehend von den aktuellen Ergebnissen, schließen die Forscher auf einen neuen Indikator, mit dem es möglich ist, die Risiken für diese Art kardiovaskulärer Erkrankungen exakt davor zu bestimmen. Kurz vor einem Schlaganfall oder Herzinfarkt steigt nämlich die Konzentration von Chemerin im Blut.

Wenn die Forschung hinter die genaue Vorgehensweise dieses Botenstoffes kommt, wirkt sich das positiv auf Präventionstherapien und den Einsatz von Medikamenten aus. Dr. Krasimira Aleksandrova wird ihre aktuelle Studie weiterverfolgen.

Quellen und Links